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10.3.2010 : 8:55

 

 
Der Fischer und seine Frau – ein wenig Satire zur aktuellen Lage

Manntje, Manntje, Timpe Te,
Buttje, Buttje in der See, 

wir Deutschen möchten so gerne eine Gewerkschaft,
Sozialversicherung, Umweltschutz, einen guten Arbeitsschutz,
eine Arbeitslosenversicherung in voller Lohnhöhe, sichere Rente, Pflege, Mindestlöhne, Kindertagesstätten...

SO SEI ES!

Manntje, Manntje, Timpe Te,
Buttje, Buttje in der See, 

es ist alles so teuer geworden, wir können das Haus und den Flachbildschirm nicht mehr bezahlen, tu doch bitte was, erhöhe uns doch das Kindergeld.

SO SEI ES!

Manntje, Manntje, Timpe Te,
Buttje, Buttje in der See,

Hach es ist alles so teuer, das Schulkostgeld ist gestiegen, tu doch noch mal was.

SO SEI ES!

Und so war es dann: die Firmen konnten nicht mehr so preiswert herstellen weil die Lohnnebenkosten die Bürokratie und die zu erfüllenden Auflagen gestiegen waren und suchten sich billige Helfer in dem billigsten Land.
Dort gab es keine Sozial usw. Versicherungen keinen Umweltschutz etc. und alles war schön billig.
So konnten auch die armen Deutschen sich alles leisten und noch ein Häuschen bauen.

Dummerweise ging auch dein Chef und sein Chef und ihr Chef und, und, und, in das billige Land.
Als dann alle keine Arbeit mehr hatten mussten sie ihre Häuschen verkaufen, ihren Flachbildschirm und die tausend Sachen auch.
Der Staat konnte all die Arbeitslosen nicht mehr unterhalten,
die Krankenkasse den Frust nicht mehr auffangen,
die Eltern die Kindertagesstätte nicht mehr bezahlen usw.

Der Staat kollabiert und zum guten Schluss sitzt der Fischer mit seiner Frau in der Hütte am offenen Feuer und muss sich um sich selbst kümmern.

Der Fisch übrigens kam aus China und lachte sich dusselig. Er hatte gelernt, dass man die Menschenrechte nur mit Flossen treten muss um nach oben zu kommen.
Und um dort zu bleiben muss man Unten eben Unten halten.

Die dummen Deutschen jedoch kaufen auch Waren die nicht nach ihren eigenen erkämpften Grundrechten hergestellt worden sind,  das ist ihnen dann auch egal!

Egal-, es kann ihnen auch egal sein, weil sie bald eh kein Geld mehr haben.

Tja, und wenn wir das alles überlebt haben, dann können wir uns ja mal um den Umweltschutz kümmern, die Politik kümmert sich ja lieber bei diesem Thema um das Wohlergehen der Energiekonzerne.

T. Schmidt, August 2007

 


Wir wurden für das Südwestfalen@ward nominiert.

In zusammenarbeit mit Hagen Stadtmarketing e.V. und der SIHK Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen wurden wir nominiert für das Südwestfalen@ward

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